„Bösartige Amüsierlektüre“ und „Asphaltliteratur
Verbrannt. - Aber nicht vergessen!
Kurt Tucholsky, Irmgard Keun, Michail Sostschenko, Erich Kästner, Bert Brecht, Anna Seghers u.a.
       
  ................................................................................................„Genagelt ist meine Zunge
  ..........................................................................................................an eine Sprache, die mich verflucht.“
       
      .......mit
.......Lilli Schwethelm
.......und Georg Crostewitz
 
gelesen von Lilli Schwethelm, musikalisch begleitet von Georg Crostewitz
1933 brannten in Deutschland Bücher unbequemer Schriftsteller und Schriftstellerinnen.
Brillant, witzig, volkstümlich und verzweifelt spiegeln die ausgewählten Texte
das Leben der kleinen Leute in der krisenhaften Zeit der Weimarer Republik wieder. Von den Nazis als niedere „Asphaltliteratur“ diffamiert, waren die Autoren Chroniker des wirklichen Lebens der kleinen Leute.
Ihr Schreiben richtet sich gegen menschenunwürdige Verhältnisse,
beschreibt Massenverelendung durch Arbeitslosigkeit und Inflation
und ist gleichzeitig voller Lebenshunger und frecher Lebenslust.
Im Versuch gegen die aufkommende deutsche Katastrophe anzuschreiben,
zeigen die Autoren die Kraft der Schwachen.
Sie stehen auf der Seite der Lohnabhängigen und Arbeitslosen,
richten den Fokus auf Frauenschicksale und Kinder.
Mit Witz, Charme und hellsichtiger Schärfe dokumentiert diese Literatur
ein einprägsames Bild des Alltags in den zwanziger und dreißiger Jahren.
Die Geschichten, Gedichte, Glossen und Romanausschnitte verbinden
Humor, Satire, Komik, Groteske, Solidarität und Mitgefühl.
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